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Bildung ist Zukunfts-Thema Nummer 1 im Bezirk

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Dialog-Tour des SPÖ-Landtagsklubs im Bezirk Ried

Link HT1: TV-Bericht zur Dialogtour der SPÖ im Bezirk Ried: http://www.ht1.at/wirtschaft_politik_innviertel/SPOeLandtagsklub_on_tour-3547.html

„Das erfolgreiche Konzept der verschränkten Ganztagsschule wird in exklusiven Privat-schulen seit Jahrzehnten gelebt. Wir SozialdemokratInnen sind davon überzeugt, dass dieses Erfolgsmodell allen Schülerinnen und Schülern offenstehen muss. Deshalb treten wir mit großem Einsatz für den flächendeckenden Ausbau ein. Die verschränkte Ganztagsschule ist geprägt durch ein Miteinander von Lehrkräften und Schulkindern, es herrscht Motivation auf allen Ebenen, die Hausübungen werden in der Schule erledigt und es gibt keine Notwendigkeit für Nachhilfe. Zudem spiegelt diese Schule auch die Lebens-realität von Familien wider, in denen beide Eltern berufstätig sind“, zeigt sich die SPÖ-Klubvorsitzende begeistert.

Derartige Modellschulen entstehen aber in Oberösterreich eher durch enormen Einsatz einzelner, vorbildlicher SchulleiterInnen, als durch gezielte Planung von Seiten des Landes. Im Bezirk Ried gibt es laut den aktuellen Daten des Oö. Landesschulrats insgesamt 14 Schulen mit ganztägiger Betreuung, darunter 6 Volksschulen, 5 Neue Mittelschulen und 3 Hauptschulen. Alle diese Schulen trennen jedoch strikt zwischen Unterrichts- und Betreuungszeit, anstatt in kindgerechter Form für Abwechslung von Betreuung, Unterricht, Bewegung und Freizeit zu sorgen.

Kindgerechte Ganztagsschulen, bei denen Unterrichts-, Lern-, Kreativ- und Freizeiten nach pädagogischen Erwägungen zeitlich abwechselnd stattfinden, werden fachlich auch als „verschränkte Ganztagsschulen“ bezeichnet. Das Angebot ist in ganz Oberösterreich noch sehr dünn, im Bezirk Ried fehlt es leider völlig. „Wir wollen, dass auch Schulkinder aus dem Bezirk Ried die kindgerechte Ganztagsschule erleben können. Diese Lern- und Lebensumgebung, die dafür sorgt, dass Schule Spaß macht, soll für möglichst viele Schulkinder Realität werden“, fordert die SPÖ-Klubvorsitzende.

Im Bezirk Ried werden derzeit folgende Schulen ganztägig geführt (noch nicht in kindge-rechter Form): (Datenbasis: Oö. Landesschulrat, Schuljahr 2012/13)

Vital-Hauptschule Geinberg *
Hauptschule Taiskirchen
Hauptschule Waldzell *

Neue Mittelschule Obernberg a.I.
Neue Mittelschule 1 Ried i.I.
Neue Mittelschule 2 Ried i.I.
Neue Mittelschule St. Martin i.I.
Neue Mittelschule Aurolzmünster

Volksschule Aurolzmünster
Volksschule Eberschwang
Volksschule Geinberg
Volksschule St. Martin i.I.
Volksschule Neuhofen i.I.
Volksschule Obernberg a.I.

* Datenlage unklar, kein Vermerk hinsichtlich Art der ganztägigen Führung

Die Gemeinden Obernberg a.I., St. Martin i.I., Geinberg und Aurolzmünster haben damit bereits ein Ganztagsschulangebot von 6 bis 14 Jahren eingeführt.

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„Von einer echten Wahlfreiheit zwischen Ganztagsschule und Halbtagsschule sind wir jedoch angesichts des spärlichen Angebots an ganztägigen Schulen weit entfernt“, betont Jahn. Insbesondere die qualitative Form der verschränkten Ganztagsschule mit Abwechs-lung zwischen Unterricht, Freizeit, Bewegung und Lernzeiten gibt es nur an wenigen, ausgesuchten Standorten in ganz Oberösterreich. In Summe besuchten in Oberösterreich im Schuljahr 2012/13 insgesamt nur neun Prozent der SchülerInnen Schulen mit ganztä-gigem Unterricht – der Anteil der Schulkinder in der qualitativen Form der verschränkten Ganztagsschule ist deutlich darunter anzusiedeln.
Deshalb hat der SPÖ Landtagsklub im Oö. Landtag eine Initiative für einen konkreten Aktionsplan für mehr kindgerechte Ganztagsschulen eingebracht, der allerdings von der ÖVP abgelehnt wurde. Das perspektivische Ziel der SozialdemokratInnen besteht darin, dass jede zweite Schulklasse in kindgerechter, ganztägiger Form geführt wird. Die kindge-rechte Ganztagsschule stellt nicht nur auf die Lebensrealität von Familien mit Berufstätig-keit beider Eltern ab, sie erweitert auch die pädagogischen Möglichkeiten und ermöglicht einen kindgerechten Lernrhythmus mit entsprechender Abwechslung. Die Schule wird dadurch vom bloßen Lernort zum viel umfassenderen Lebensraum.

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