Schildorn
GR Franz Rachbauer
„Franz, mich freut’s, dass Du ein Roter bist!“
…sagte vor gut 2 Jahren einer, der mir viel bedeutet. Nicht immer war mir diese Positionierung ein Vorteil und manche Freundschaft wurde ziemlich belastet. So wie ich aber hoffe, wahre Freunde nicht zu verlieren, so wuchsen auch neue Beziehungen, so traf mich mancher Gruß, der mich freute. Im Gemeinderat trete ich ein für geordnete Verhältnisse. Daher erhebe ich meine Stimme, wenn ein Vertrag (bei dem es immerhin um mehr als 120.000 € geht) an den demokratischen Strukturen (dem Gemeindevorstand) vorbei abgeschlossen wird.
Ich schließe mich der Kritik meiner Fraktion an, wenn bei der Gemeindebuchhaltung getrickst wird (Beschlüsse werden einfach nicht umgesetzt, usw.), sodass am Papier ein positiver Rechnungsabschluss aufscheint und in der Folge die Grünlandförderung (ca. 6.000 € letztes Jahr) ausbezahlt werden darf. Ich finde, das haben die geförderten Landwirte nicht nötig, dass sie deswegen in ein schiefes Licht geraten.
Auf meinen Vorschlag haben wir zusammen mit der FP-Fraktion eine Resolution zur Spitalsreform eingebracht, die dann mehrheitlich beschlossen wurde. Zuerst in Schildorn, dann auch in mehreren Innviertler Gemeinden. Das hat sicher mit dazu beigetragen, dass das Rieder Spital weiterhin ein Schwerpunktkrankenhaus ist.
Ich bin auch der Meinung, dass Privateigentum dem Gemeinwohl untergeordnet ist und einer sozialen Verpflichtung unterliegt, wie es die katholische Soziallehre sieht. Der Besitzer eines Grundstücks z.B., welches die Allgemeinheit dringend benötigt, sollte nicht am Privateigentum festhalten, sondern es zu fairen Bedingungen der Allgemeinheit verkaufen, insbesondere dann, wenn er die betreffenden Flächen seit Jahrzehnten nicht nutzt.
Ich meine: Rote Markierungen tun Schildorn gut, auch wenn sie in der Nähe der Kirche zu finden sind.
Mag. Franz Rachbauer