Spitalsreform
Aus Verantwortung für unsere Region
Informationsabend zur Spitalsreform
Die Veranstaltung am Donnerstag, 14. April 2011 in der Bauernmarkthalle Ried war ein voller Erfolg. Beinahe 500 Besucher wollten sich über die Maßnahmen der Spitalsreform informieren und die Gelegenheit wahrnehmen, mit Experten und Politikern zu diskutieren.
Die Spitalsreform 2011 stellt das oö Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen und Fragestellungen. Vor allem in unserer Region spielen die Themen medizinische Versorgungssicherheit, Fachärztemangel, Zentralisierung der Kompetenzen, Qualität der Ausbildung und ökonomische Effizienz eine große Rolle. All diese Themen sind auch von der Spitalsreform wesentlich betroffen.
In der Bevölkerung – und damit bei unseren Patienten – herrscht ein starkes Informationsbedürfnis. Wir nahmen unsere Rolle als Verantwortungsträger in der Region wahr und boten Interessierten die Möglichkeit, sich über die Eckpfeiler der Reform und ihre Auswirkungen auf unsere Region auf dem Laufenden zu halten.
Das Ziel war ein offener Dialog mit den Entscheidern, um aktiv mitzugestalten und Impulse zu setzen, die die medizinische Versorgung für das Innviertel sicherstellen.
Der Einladung zum Podium folgten Vertreter aller Parteien, ebenso der Vorsitzende der Expertenkommission, MMag. Bayer und der Bezirksärztevertreter. Weiters am Podium waren der Landes-Sanitätsdirektor, der Geschäftsführer des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried und der Rieder Spitalsärztevertreter.
„Nach wie vor sind viel zu viele Fragen unbeantwortet. Wir verlangen endlich offene Gespräche mit gegenseitiger Wertschätzung, echte Transparenz und vor allem die demokratische Einbeziehung der Betroffenen – PatientInnen, Spitalspersonal, Krankenversicherung und Ärztekammer – und vor allem die Veränderbarkeit des vorliegenden Papiers statt eines Expertendiktats. Uns geht es um eine ganzheitliche Gesundheitsreform, die eine optimale Gesundheitsversorgung für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher nachhaltig zur Verfügung stellt. Für eine gesunde Spitalsreform, die den Menschen nicht zum Kostenfaktor degradiert!“, stellte der Bezirksvorsitzende der Rieder SPÖ, Landtagsabgeodneter Christian Makor.
Wenn jetzt auch die Ärztekammer eindringlich davor warne, dass durch den Verlust der Vollstationen (Urologie, HNO, Kinderheilkunde) in Ried, Braunau und Schärding die Innviertler zum ungesunden „Krankentourismus“ in den Zentralraum gezwungen wären und durch den Verlust der Ausbildungskompetenz die Innviertler Krankenhäuser für die Fachärzteausbildung unattraktiv würden, dann beweist das erneut das Fehlen eines Gesamtkonzepts, so Makor.