Ort im Innkreis
Wirtschaftspartei ÖVP verteidigt Bayern!
„Ich habe kein Verständnis dafür, dass sich der OÖ. Wirtschafts-Landesrat für Bayern einsetzt, wo unbestritten an der Verbesserung unserer Innviertler Infrastruktur sehr starker Handlungsbedarf besteht. Das 4 – seitige ablehnende Informationsschreiben der Abteilung Raumordnung (vom 13.7.2010, siehe Beilage) beschäftigt sich zu rund einem Drittel der Ausführungen nur mit der Verteidigung der Bayrischen Interessen!
Die in den Einreichunterlagen enthaltenen Zahlen und Fakten wurden von Fachleuten ermittelt, jene der Raumordnungsabteilung basieren auf bisher nicht belegten bürointernen Aussagen. Fährt man nach Bayern in die grenznahmen Städte und Orte, sieht man die rasante Neuentwicklung der dort gebildeten Handelsstrukturen“, kritisiert Makor.“
Wirtschaftslandesrat Sigl sieht selbst eine mögliche Kaufkraftabschöpfung von € 22 Mio. aus Bayern nach Ort und zitiert zudem: „Eine volkswirtschaftliche Studie von Univ.-Prof. DDr. Schneider setzt die Kaufkraftabschöpfung höher an und errechnet eine Abschöpfung von € 41,3 Mio., die aus dem Landkreis Passau nach Ort im Innkreis zufließen würden“. Andererseits führt LR Sigl auch aus: „Aus dem oberösterreichischen Raum ist mit einem Kaufkraftzufluss von ca. € 38,0 Mio. zu rechnen“ was somit für das Innviertel eine positive Kaufkraftbilanz von € 79,3 Mio ergäbe.
So viel zur Glaubwürdigkeit der Argumentation von Land und WKO, deren Milchmännchenrechnung auch besagt, dass für jeden Arbeitsplatz im EKD-Ort 2.5 Arbeitsplätze im Umland verloren gehen. Es gibt mehrfach seriöse bzw. unabhängige Studien die das Gegenteil beweisen.
Gerade Frauenarbeitsplätze gehen in dieser Region ab. „Es muss uns darum gehen, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Jeder drohende oder tatsächliche Arbeitsplatzverlust, jeder gezwungene Umstieg auf Kurzarbeit, aus welchen Gründen auch immer, ist für die betroffenen Familien bitter aber durch das EKD Ort ein teilweise vermeidbarer Aderlass," stellt Makor fest.
„Wie kann man in Zeiten wie diesen – in der gerade jetzt nicht nur die Wirtschaft sondern auch die Gemeinden gestärkt gehören – auf ein Bauvolumen von € 115 Mio. Euro und eine jährliche Kaufkraftbindung von € 79,3 Mio. für das Innviertel verzichten? Während man sich in anderen Gegenden die Hände reiben würde, wenn sich internationale Investoren finden, die ein Millionenprojekt verwirklichen wollen, zeigen ihnen Sigl und die ÖVP die kalte Schulter“, so Makor.
Der Argumentation, dass es sich um ein Vorhaben „auf der grünen Wiese“ handle, muss entschieden entgegengetreten werden. Die Gründe sind bereits seit langem (teilweise Jahrzehnte) mit „Sanktus“ des Landes als Gewerbegebiet gewidmet!
Dass sich nun die Region zusammen schließt und eine Bürgerinitiative gegründet hat begrüßt Markor: Ich werde diese auf jeden Fall unterstützen. Denn wir Innviertler dürfen nicht zuschauen wie das Innviertel durch die WKO und die „Wirtschaftspartei ÖVP“ ausgehungert wird und das Interesse einer ganzen Region den Interessen einiger weniger weichen muss!