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Ried

Gesundheitslandesrätin Dr. Silvia Stöger gab am 24. April, gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Christian Makor, eine Pressekonferenz in Ried
LR Silvia Stöger lehnt schwarz-grüne Zusperrpläne bei Spitälern strikt ab
Spitalsinvestitionen im Innviertel sichern 720 Arbeitsplätze
Um die beste medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, müssen unsere Spitäler modern und funktionell gestaltet sein. "Daher wurde von mir bereits 2001 eine große Spitalsoffensive initiiert, im Rahmen derer bisher mehr als 1,8 Mrd. Euro investiert wurden", betont Landesrätin Dr.in Silvia Stöger. Dieses Modernisie-rungsprogramm wird auch in den nächsten Jahren zügig fortgesetzt und durch vorge-zogene Investitionen im Rahmen des OÖ. Konjunkturpakets sogar noch beschleunigt. Bei Berücksichtigung aller baureifen Projekte könnten in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 584 Millionen Euro in Neu-, Zu- und Umbauten sowie Er-satzanschaffungen der Krankenhäuser fließen. Stöger: "Derartige Großinvestitionen bedeuten einen immensen regionalen Wirtschaftsimpuls, der zur Bekämpfung der Konjunkturkrise beiträgt. Diese geplanten Investitionen in die oö. Spitäler sichern alleine im Bau- und Baunebengewerbe rund 5.300 Arbeitsplätze, wovon knapp 720 auf die Region Innviertel (Spitäler Ried, Braunau und Schärding) entfallen."

Für die gesamte Region Innviertel könnten Bauvorhaben (inklusive Er-satzanschaffungen) mit einem Investitionsvolumen von 79,2 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren realisiert werden. Der größte Teil davon entfällt auf das KH Ried (52 Mio. Euro), im KH Braunau stehen Investitionen von knapp 17 Mio. Euro an, im LKH Schärding sind es rund 10 Mio. Euro.

LR Stöger ermöglichte raschen Spitalsausbau in Ried
Bei einem Besuch des Rieder Spitals hatte Gesundheits-Landesrätin Dr.in Silvia Stö-ger bereits vor einem Jahr ihre volle Unterstützung für die notwendigen Ausbaupläne zugesagt. "Das Spital kann den Patientenandrang so nicht mehr bewältigen. Notbet-ten am Gang oder im Bad sind nicht akzeptabel, die Patientinnen und Patienten ha-ben das Recht auf bestmögliche medizinische Versorgung und Pflege sowie auf Wahrung ihrer Intimsphäre", betonte Stöger. Sie gab den Auftrag, raschestmöglich die erforderlichen behördlichen Genehmigungen abzuwickeln. Das ermöglichte, dass die Sanierungs- und Erweiterungsbauten nun schon in vollem Gange sind. Es werden vor allem die Patientenbettentrakte saniert und aufgestockt und ein neuer Zen-tral-OP-Trakt, ein neuer Hubschrauberlandeplatz, eine Rettungshalle, eine Tiefgarage sowie neue Ambulanz- und Tagesklinikbereiche errichtet. 

30.000 stationäre PatientInnen im KH Ried
Die Zahl der stationären Patientinnen und Patienten des Rieder Spitals ist allein in den letzten vier Jahren um fast 15 % auf jährlich nun schon 30.000 gestiegen. Be-sonders groß ist der Anstieg in den Fachbereichen Innere Medizin und Neurologie mit 101 % Auslastung sowie in der Orthopädie mit über 97 % Auslastung. Die emp-fohlene Soll-Auslastung liegt bei 85 %. "Es gibt also nicht nur zu Spitzenzeiten fall-weise Überlastungen, sondern auch im Jahresschnitt eine dauernde Überbelegung. Diese Situation kann selbst durch bestes flexibles Bettenmanagement zwischen den Abteilungen nicht mehr gelöst werden." Stöger hat daher im Rahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit die Bettenzahl in Ried von derzeit 444 um 31 auf dann 475 erhöhen lassen. "Der Bedarf an neurologischen und orthopädischen Leistungen wird zweifelsohne in Zukunft noch deutlich ansteigen", ist Dr.in  Stöger überzeugt.
 

Schwarz-grüne Zusperrpläne endlich beenden
"Die medizinischen Angebote für die Bevölkerung in allen Regionen Oberösterreichs zu erhalten und zu optimieren muss oberstes Ziel sein. Daher war es für mich klar, dass ich die Rieder Ausbau- und Modernisierungspläne voll unterstütze", betont Stöger. "Die Entwicklung der Patientenzahlen untermauert deutlich diese Notwendigkeit." Dass der Rechnungshof nun diese Bettenausweitung im KH Ried massiv kritisiert, ist für die Landesrätin nicht nachvollziehbar.
Obwohl auch ÖVP und Grüne den Regionalen Strukturplan OÖ 2008 und damit den darin enthaltenen Bettenausbau im KH Ried vollinhaltlich mitbeschlossen haben, ur-gieren sie nun, dass Stöger der Rechnungshofkritik entsprechen soll. "ÖVP und Grü-ne fordern damit, dass ich den Bettenausbau in Ried sofort stoppen soll. Das kommt für mich aber überhaupt nicht in Frage", kontert die Landesrätin.
"Der ÖVP und den Grünen geht es ganz offensichtlich nicht um eine positive Weiter-entwicklung unseres Gesundheitswesens, sondern um eine negative Trendwende zurück zum Pühringer-Spitalsplan aus dem Jahr 2004", betont Stöger. Dieser Plan sah bekanntlich die Streichung von mehr als 1.100 Betten, vieler Abteilungen und ganzer Spitäler vor. Durch den massiven Einsatz der SPÖ Oberösterreich konnte dieser gesundheitspolitische Kahlschlag verhindert und eine Spitalsreform auf Basis des Stöger-Gesundheitsplans durchgesetzt werden.
Obwohl die Zusperrpläne der Pühringer-Kommission durch die Oö. Spitalsreform 2005 ganz klar versenkt worden sind, tauchen sie nun unverständlicherweise im Zusammenhang mit dem Rechnungshofbericht zur Umsetzung der Spitalsreform wieder auf. ÖVP und Grüne haben bekanntlich im Zusammenhang mit dem Rechnungshofbericht massiv kritisiert, dass die Gesundheits-Landesrätin das Kostendämpfungspotential im Spitalswesen nicht ausschöpfen würde, weil sie die neuerlich andiskutierte Schließung von landesweit 20 Spitalsabteilungen sowie weiteren zehn einschneidenden Sparmaßnahmen nicht umsetzt. Auch der Landeshauptmann trägt diese Kahlschlagwünsche mit.

Innviertel wäre von Zusperrwelle besonders betroffen
Kritisiert wird beispielsweise bei der Versorgungsregion Innviertel nicht nur die Bet-tenerweiterung im KH Ried, sondern auch, dass die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im KH Braunau, die Kinderabteilung im LKH Schärding und die Au-genabteilung im KH Ried nicht geschlossen werden. Auch die Ausweitung des Bereiches Altersmedizin im KH Braunau wird beanstandet.

Stöger weist alle diese Zusperrpläne aber neuerlich entschieden zurück. "Damit wür-de vor allem die bewährte ausgewogene Spitalsversorgung von den Basisleistungen in den Regionalspitälern bis hin zum Spitzenmedizinangebot in den Zentren massiv verschlechtert. Zudem würde diese schwarz-grüne Schließungswelle 2.100 großteils hochqualitative Arbeitsplätze in unserem Bundesland vernichten. Denn 65 % der Spi-talsausgaben entfallen auf  Personalkosten. Allein die Ärztezahl ist in den Spitälern seit dem Jahr 2000 um 27 % angestiegen. Der Spitalssparkurs geht daher natürlich massiv auf Kosten von Arbeitsplätzen", zeigt Stöger die weiteren Auswirkungen neben der Verschlechterung der Patientenversorgung auf.

Zum Thema Augenabteilung im KH Ried:
In den Maßnahmen der Oö. Spitalsreform war die Umwandlung der Augenabteilung in eine Augen-Tagesklinik vorgesehen. Zur Sicherung der Versorgungsqualität der Patientinnen und Patienten in der Region Innviertel wurde jedoch auf Vorschlag von Landesrätin Stöger im RSG OÖ 2008 vorerst die Beibehaltung der Struktur einer Ab-teilung beschlossen. "Dies deshalb, um die einzige Ausbildungsstelle für Augenheil-kunde im Bezirk Ried zu sichern. In einer entsprechenden Fußnote wurde die derzeit bestehende Problematik festgehalten und auf eine durchzuführende Evaluierung hin-gewiesen", erläutert Stöger.
Zur Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie im KH Braunau:
"In dieser Abteilung gibt es rund 780 Geburten im Jahr. Das sind mehr als doppelt so viele, wie als Mindestzahl in den Strukturempfehlungen des Bundes angeführt sind. Wieso hier zugesperrt werden soll, ist völlig unverständlich", erklärt dazu Stöger.
Zum Ausbau der Altersmedizin im KH Braunau:
"Dieser Ausbau ist in Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung unumgänglich", verweist Stöger darauf, dass die höhere Lebenserwartung und der starke Anstieg der älteren Bevölkerung in zunehmendem Ausmaß diese speziellen Spitalsabteilungen erfordern, die auch über entsprechend geschultes Personal verfügen.
Zur Kinderabteilung im LKH Schärding:
Stöger: "Vor allem Kinder benötigen in Krankheitsfällen eine wohnortnahe medizinische Versorgung, um rascher genesen zu können. Darüber hinaus sind Kinderabteilungen vor allem in Randregionen unsers Bundeslandes von besonderer Bedeutung, da dort die Facharztdichte häufig niedriger ist als im Zentralraum."

Ried braucht eine Koronarangiografie
Seit eineinhalb Jahren ringt SP-Landesrätin Stöger mit den anderen Landtagsparteien um eine Verbesserung der Herzinfarktversorgung und Herzinfarktvorsorge. In der OÖ Gesundheitsplattform hat sie bislang keine Mehrheit für die von ihr gewünschten Herzkatheter-Stationen in den Krankenhäusern Vöcklabruck, Steyr und Ried erhalten. Auch in dem zu diesem Thema eingesetzten Landtags-Unterausschuss ist es noch zu keinem Ergebnis gekommen. "Auch der Rechnungshof hat bestätigt, dass diese Regionen bei der Koronarangiografie unterversorgt sind. Schwerpunktspitäler, wie eben auch Ried, brauchen eine Herzka-theter-Station. Das gehört heutzutage einfach zu einer zeitgemäßen Diagnostik und Behandlung. Es geht nicht nur um Akutfälle, sondern vor allem auch um die Früherkennung beispielsweise von verstopften Herzkranzgefäßen. Die Erfahrung zeigt, dass dort, wo es dieses Angebot gibt, sich die niedergelassenen Ärzte darauf einstellen und mehr Menschen zu diesen Vorsorgeuntersuchungen gehen."
Den Mitgliedern des zuständigen Landtags-Unterausschusses wurde kürzlich ein Kooperationsmodell präsentiert, aus dem sie ersehen konnten, wie eine vernünftige und sogar bundesländerübergreifende Zusammenarbeit unter drei Spitälern (Möd-ling, Wiener Neustadt und Eisenstadt) im Bereich Herzkatheter und die Vernetzung mit den bestehenden Herzzentren funktionieren kann. "Dieses Konzept wäre sehr gut auf die geplanten neuen Standorte und die bestehenden Herzzentren in Oberöster-reich übertragbar, was fehlt, ist endlich grünes Licht", hofft Stöger auf einen entsprechenden Beschluss noch vor Sommer.  

 
Ried muss weiterhin vollwertiger Ausbildungsstandort für Gesundheitsberufe bleiben
In Oberösterreich soll 2010 die Fachhochschule für Gesundheitsberufe starten, die eine Weiterentwicklung der derzeitigen Ausbildungsakademien darstellt. Derzeit gibt es in Oberösterreich 15 medizinisch-technische Akademien mit über 740 StudentInnen in Linz, Steyr, Vöcklabruck, Wels und in Ried.
Bei der Gründung der neuen Fachhochschule für Gesundheitsberufe geht es nicht um die Hebung der Ausbildungsqualität – welche anerkannt hoch ist – sondern um eine nachhaltige Ausbildungsentwicklung, die den AbsolventInnen zukünftig national und international Chancengleichheit sichert und sie für die künftigen Entwicklungen des Arbeitsmarktes rüstet. Erhielten bisher AbsolventInnen der Akademien ein Dip-lom, können Fachhochschul-StundentInnen mit akademischen Graden wie Master bzw. Bachelor abschließen.

Geplante Struktur und Zeitplan
Zuerst erfolgt sowohl die Gründung eines eigenen Fachhochschul-Trägers für Gesundheitsberufe in Oberösterreich durch die Spitalsträger als auch die Führung der Studiengänge im MTD-Bereich durch diesen. Als Rechtsform ist eine GmbH geplant, deren Gesellschafter die gespag, das AKh und die Orden sind und deren Sitz in Linz ist. Die Gespräche sollen im Sommer 2009 abgeschlossen sein.
Die Studiengangsanträge müssen dann zur Akkreditierung beim Fachhochschulrat eingereicht werden. Mit den Studiengängen soll im Oktober 2010 gestartet werden.
Geplantes Studienangebot sind zwei Masterlehrgänge sowie sieben Bachelor-Studiengänge mit insgesamt 780 Studienplätzen. 
Am Standort Ried werden derzeit vom BFI in Kooperation mit dem Krankenhaus Ried in vier Akademien (Physiotherapie, Ergotherapie, Radiologietechnologie, Logopädie) Ausbildungen angeboten. Diese bereits seit mehr als 10 Jahren etablierte Ausbil-dungsstätte in Ried hat bisher rund 260 StudentInnen ausgebildet und gewährleistet damit sowohl regional als auch im ganzen Bundesland einen beträchtlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.
Die Akademien sind vor über zehn Jahren aufgrund des enormen Fachpersonalmangels gegründet worden. Schon aus diesem Grund ist es wichtig, dass bereits vereinbart wurde, die vier medizinischen Akademien in die neu geplante Ausbildungsform einzubinden, damit es im Innviertel über kurz oder lang beim medizinischen Fachpersonal nicht zu gravierenden Engpässen kommt.
"Wichtig ist vor allem, dass die regionalen Ausbildungsangebote am Standort Ried sowie die volle theoretische und praktische Ausbildung wie bisher beibehalten wer-den und dass sich das Lehrpersonal aus dem bisherigen Akademie-Team rekrutiert. Ein wohnortnahes Ausbildungs- und Behandlungsangebot kommt sowohl StudentIn-nen als auch der Bevölkerung zugute", ist Stöger überzeugt, "zudem sind die Akade-mien in Ried ein wichtiger arbeitsmarktpolitischer Faktor, welchem gerade in der heutigen Zeit größte Bedeutung zukommen muss".

 
Großartige Erfolge des Netzwerkes "Gesunde Gemeinde"
Derzeit haben sich in Oberösterreich bereits rund 422 aller 444 Städte und Gemeinden dem Netzwerk "Gesunde Gemeinde" angeschlossen, wobei der Bezirk Ried im Innkreis besonders engagiert teilnimmt. Im Bezirk sind mit Ausnahme von Antiesenhofen, Peterskirchen, Reichersberg und St. Marien am Hausruck bereits alle anderen 32 Gemeinden Teil dieses Gesundheitsförderungs-Netzwerkes.
Hohenzell ist Pilotgemeinde für neues Qualitätszertifikat
Zur qualitativen Weiterentwicklung der Aktion Gesunde Gemeinde erarbeitet die Abteilung Gesundheit in Kooperation mit der Universität Linz und der Ärztekammer ein Qualitätszertifikat, das seit 2007 in 17 Pilotgemeinden erprobt und nach der Probephase allen Gesunden Gemeinden zur Verfügung gestellt wird. Erfreulicherweise gibt es auch im Bezirk Ried im Innkreis eine Pilotgemeinde (Hohenzell) für das neue Qualitätszertifikat.
Die Aktion "Gesunde Gemeinde" ist eine der tragenden Säulen in der Gesundheitsprävention. Das Netzwerk unterstützt eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Aktionen und Vorsorgemaßnahmen und macht deren Realisierung vor Ort erst möglich. Getragen wird das Netzwerk von ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Heuriger Themenschwerpunkt "Mit allen Sinnen"
Veranstaltung am 26. Juni in Ried im Innkreis
Stand im vergangenen Jahr die Kinder- und Jugendgesundheit im Mittelpunkt, so lautet der Themenschwerpunkt für 2009 "Mit allen Sinnen". Gerade in unserer hoch technisierten Welt ist ein rasches und komplexes Erkennen wichtig. Über die fünf Sinnesorgane unseres Körpers nehmen wir die Außenwelt wahr und treten mit ihr in Kontakt. Alle Sinnesorgane brauchen Anregungen um zu funktionieren. Sie brauchen ein ständiges Training, um sich weiterentwickeln zu können und um sensibel wahr-zunehmen. Dazu gibt es in den Gesunden Gemeinden heuer eine Vielzahl an speziellen Info-Veranstaltungen und Aktionen.
Speziell findet am 26. Juni, ab 14.00 Uhr, in Ried im Innkreis in den Räumlichkeiten der Arbeiterkammer eine Großveranstaltung unter dem Titel "Fest der Sinne" statt, zu der die BürgermeisterInnen und die ArbeitskreisleiterInnen der Gesunden Gemein-den des Bezirks und alle BürgerInnen der Stadtgemeinde eingeladen sind. An diesem besonderen Tag werden spezielle auf den Themenschwerpunkt abgestimmte Programme angeboten. So bietet beispielsweise das Medizinmuseum eine Ausstel-lung, wobei vor Ort auch ÄrztInnen für Informationen zur Verfügung stehen. Weiters gibt es eine Sinnesstraße, bei der verschiedene Stationen einladen, die Sinne spiele-risch zu entdecken und diverse Fähigkeiten zu schulen. Das Programm wird zeitgerecht an alle Gemeinden im Bezirk versandt und an allen öffentlichen Orten in der Stadtgemeinde Ried im Innkreis ausgelegt.
 
 
Frauenförderung ist Wettbewerbsvorteil
Neue Initiative von LR Stöger: "f-plus OÖ Frauenförderpreis"

Frauen sind im Berufsleben nach wie vor benachteiligt, auch wenn sie über eine entsprechende Qualifikation verfügen. Sie sind deutlich seltener in Führungspositionen als Männer, verdienen durchschnittlich 30 % weniger und sind häufiger nicht ihrer Ausbildung entsprechend beschäftigt. Der Frauenanteil bei Führungspositionen im Angestelltenbereich beträgt nur 20 %, bei den ArbeiterInnen gar nur 5 %, im öffentlichen Dienst 26 %.    
"Das ist nicht nur ungerecht, sondern damit geht der Wirtschaft auch viel Potential und Talent verloren", betont Frauen-Landesrätin Dr.in Silvia Stöger. "Chancengerech-tigkeit für Frauen und Männer umzusetzen, bedeutet nicht zuletzt Zukunftsfähigkeit für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft. Die unterschiedlichen Potentiale von Frauen und Männern effizient und sinnvoll einzusetzen, wird ein immer wichtigerer Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor. Nur so können Herausforderungen wie z.B. der zunehmende Fachkräftemangel bewältigt werden."
Die gezielte Förderung von Frauen in Unternehmen muss daher ein dringendes An-liegen sein. Betriebe, die gezielt Frauen fördern, haben entscheidende Vorteile: Höhere Motivation und Mitarbeiterzufriedenheit, geringere Fluktuation und Fehlzei-ten, Sicherung personeller Ressourcen und dadurch sinkende Kosten und höhere Produktivität.

f-plus – OÖ Frauenförderpreis
Mit der Initiative "f-plus OÖ Frauenförderpreis" setzt Landesrätin Stöger nun ein Zeichen: Nachhaltige Frauenförderung soll nach außen sichtbar werden und macht sich bezahlt. "Ich lade Oberösterreichische Unternehmen ein, ihre Frauenförderpläne oder entsprechende Projekte und Maßnahmen einzureichen, mit denen sie bewusst die Stellung der Frau im Unternehmen verbessern und die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in der Arbeitswelt fördern." Einsendeschluss: 1. Juni 2009.
Die Jury:
Eine Jury wählt 3 Siegerprojekte sowie 3 Anerkennungspreise aus, die am 30. Juni 2009 im Rahmen eines Festaktes Ars Elektronika Center durch Frauenlandesrätin Silvia Stöger vergeben werden. Die Jury besteht aus:
• Mag.a Sigrid Brandstätter (Oberösterreichische Nachrichten)
• Mag.a Elisabeth Buchinger (Frauenbüro der Arbeiterkammer OÖ)
•  Siegrid Grashäftl (Frau in der Wirtschaft)
• Mag.a Sabine Gruber (Büro Landesrätin Dr.in Silvia Stöger)
• Ass. Prof.in Dr.in Mag.a Cäcilia Innreiter-Moser (J. Kepler Universität Linz)
• Brigitte Lohnecker (Frauenbeauftragte Land OÖ)
• Maria Moser-Simmill (Büro für Gender Consulting und Organisationsberatung)
Die Einreichungen sollten inhaltlich aus einem Maßnahmenbündel bestehen und mindestens drei der folgenden Schwerpunkte beinhalten:
• Gleichstellung der Berufs- und Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen und Män-nern.
• Spezielle Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Frauen.
• Maßnahmen, die auf den Ausgleich einer bestehenden Unterrepräsentation oder sonstigen Benachteiligungen der Frauen abzielen.
• Spezifische Maßnahmen zur Erleichterung des Wiedereinstieges während und nach Kinderbetreuungsphasen
• Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
• Programme zur Förderung der Transparenz im Entlohnungsbereich
• Maßnahmen zur frauenfreundlichen Gestaltung der Arbeitsumgebung, z.B Verbesserung oder Vermeidung von Angsträumen (wie dunkle Wege, schlecht beleuchtete Tiefgaragen, Erreichbarkeit der Arbeitsstätte außerhalb von Re-gelarbeitszeiten)
Kriterien
Die Beurteilung der eingereichten Projekte richtet sich nach folgenden Kriterien:
• Umfang der Maßnahmen
• Nachhaltigkeit, Wirksamkeit und Effizienz der Maßnahmen
• Integration von Frauenfördermaßnahmen in die ganzheitliche Unternehmens-kultur
• Beispiel- und Vorbildcharakter für andere Unternehmen
• Ambitioniertheit der Ziele
• Regionale Schwerpunktwirkung bzw. Auswirkung auf regionale Frauenbe-schäftigungsquoten
• Bisherige oder zu erwartende kurz- und mittelfristige Erfolge
• Öffentlichkeitswirkung in Sinne der Wettbewerbsziele
Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen ab 10 Mitarbeiter mit Firmensitz in Oberösterreich. Je Unternehmen kann nur ein Projekt eingereicht werden.

Einreichstelle
Amt der OÖ Landesregierung
Frauenbeauftragte des Landes OÖ
Frau Lohnecker Brigitte
Klosterstraße 7
4021 Linz
email:
www.f-plus.at

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