Lärmschutz für Anrainer
LHSTV. ERICH HAIDER: NUR EINHAUSUNGEN BEI INNKREISAUTOBAHN BRINGEN
ECHTEN LÄRMSCHUTZ FÜR ANRAINER
Verkehrsreferent LH-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider fordert seit Jahren mehr Lärmschutz für die Innkreisautobahn.
"Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass einfache Lärmschutzwände bei Autobahnabschnitten, die eine sehr hohe Verkehrsfrequenz aufweisen, für die Bevölkerung keinen ausreichenden Schutz bieten können. Dort wo die Lärmbelastung für die Anrainer sehr hoch ist, ermöglichen nur Einhausungen einen zufriedenstellenden Schutz. Dafür sind ASFINAG und der Bund zuständig, wie auch der Verkehrsausschuss des Landes festgestellt hat", stellte heute Erich Haider, Verkehrsreferent des Landes fest
Wissen müsse man auch, das die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit der LKW in diesem Bereich bei rund 85 km/h und bei PKW bei 112 km/h liege. Daher würden helfen auch neue Geschwindigkeitsbeschränkungen und Kontrollen kaum Wirkung erzielen.
Positive Beispiele, wo durch Einhausungen eine unzumutbare Lärmbelastung der Anrainer vermieden bzw. beseitigt werden konnte, seien die Welser Westspange der A 8 und die neue Lösung in Linz am Bindermichl an der A 7, ergänzte Haider.
Auf der Welser Westspange sei heute eine Verkehrsbelastung von an die 18.000 Fahrzeugen täglich gegeben, bei etwa 4.000 LKW täglich. Bei der Errichtung der Welser Westspange sei aus Gründen des Lärmschutzes eine Einhausung von rund 40% (4 km von insgesamt 10 km) vorgesehen worden.
Auch bei der Planung der S 10 sei vorgesehen worden, dass z.B. im 9,1 km langen Abschnitt zwischen Unterweitersdorf und Neumarkt/Süd ein 4,7 km lange Einhausung Tunnel bei Götschka errichtet werde. Im 14,6 km langen Abschnitt von Freistadt Nord bis Wullowitz seien mehrere Tunnel mit einer Gesamtlänge von 4,6 km vorgesehen. Diese beiden Straßenabschnitte wiesen eine prognostizierte Verkehrsbelastung von rund 20.000 bzw. rd. 12.000 Fahrzeugen im Jahr 2015 auf, macht Haider klar.
"Demgegenüber rechnet die Litzka-Studie für die Generalerneuerung der A8 aus dem Jahr 2004 mit einer bestehenden Verkehrsbelastung (2003) im Abschnitt zwischen Meggenhofen und Haag mit 31.000 Fahrzeugen täglich, für das Jahr 2020 werden 45.000 Fahrzeuge erwartet. Es ist völlig unverständlich, dass bei diesen Belastungszahlen mit herkömmlichen Lärmschutzwänden das Auslangen gefunden werden soll", sagt Erich Haider dazu.
Außerdem bekommen die ASFINAG durch die hohe Verkehrsbelastung auf der A 8 mit LKW (etwa 33 % des Gesamtverkehrs) sehr hohe Einnahmen aus der LKW-Maut.
"Die hohen Einnahmen aus Oberösterreich müssen auch wieder den Oberösterreichern zugute kommen – die ASFINAG soll in einen effizienten Lärmschutz an der A8 investieren. Wir wollen, dass alle Regionen in Oberösterreich gleich behandelt werden. Dass Innviertel hat wie das Mühlviertel und Linz ein Recht auf Einhausungen bei stark befahrenen Autobahnen", setzt sich Verkehrsreferent LH-Stv. Erich Haider weiterhin für Einhausungen im Bereich der besonders betroffenen Anrainer an der A 8 ein.