Fußballkrawalle!!!
Fußballkrawalle: Diese Chaoten
gehören schleunigst aussortiert!
RIED. Der umjubelte 3:0-Derbysieg der Rieder Fußballer gegen den „großen“ LASK wurde von schweren Ausschreitungen Linzer Fans überschattet. Der Obmann des städtischen Sportausschusses, Vizebürgermeister Michael Steffan, war als Ordner mitten drinnen im Geschehen und ist zutiefst erschüttert: „Ein Wahnsinn, was da abläuft! Nicht nur im Hinblick auf die nächstes Jahr in Österreich stattfindende Fußball-Europameisterschaft muss schleunigst dagegen gesteuert werden. Es muss auch wieder gewährleistet sein, dass Familien mit ihren Kindern getrost ins Stadion gehen können.“
Rassistische Entgleisungen (bei der Einwechslung von SVR-Spieler Pai Saikou Kujabi), Hasstiraden, Gewaltexzesse, zerstörte WC-Anlagen, Steine als Wurfgeschosse, verletzte Polizisten – das war die dunkle Seite des von Haus aus als Hochsicherheitsspiel eingestuften Oberösterreicher-Duells.
„Hut ab vor jenen Frauen und Männern, die sich für den Ordnerdienst zur Verfügung stellen. Sie sind eigentlich die Grundvoraussetzung dafür, dass derartige Sportveranstaltungen überhaupt stattfinden können. Als Dank dafür müssen sie sich von Krakeelern beschimpfen lassen. Viel schlimmer noch – sie riskieren ihre Gesundheit, wenn es zu Handgreiflichkeiten mit durchgeknallten Chaoten kommt“, fordert der Rieder Vizebürgermeister, dass ab sofort hart durchgegriffen wird.
Michael Steffan: „Fußball muss wieder Fußball sein. Es ist inakzeptabel, dass ein riesiger Sicherheitsapparat auf Kosten der Öffentlichkeit erforderlich ist, um ein paar Verrückte unter Kontrolle zu bringen. Diese Unruhestifter gehören schon im Vorfeld aussortiert und aus dem Verkehr gezogen, im Zusammenwirken zwischen den Vereinen und den Behörden. Ohne drastische Strafen wird man der Situation nicht mehr Herr werden.“
Höchst bedenklich im Zusammenhang von Ausschreitungen gewaltbereiter Fußballfans ist die Tatsache, dass die Exekutive immer häufiger als Feindbild hingestellt und verletzte Polizisten quasi als „Kollateralschäden“ hingenommen werden. „Wahrscheinlich muss es erst Tote geben, bis man den Ernst der Lage erkennt“, malt Michael Steffan ein düsteres Szenario.