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Anfrage zeigt: Kinder warten im HNO-Bereich monatelang und müssen leiden

9. Januar 2026

Anfrage zeigt: Kinder warten im HNO-Bereich monatelang und müssen leiden

SP-Trudenberger und Bundesrat Forstner appellieren an Schwarz-Blau: „Kümmern wir uns um die Gesundheit unserer Kinder!“

SPÖ-Landesgeschäftsführerin Nicole Trudenberger zeigt sich angesichts der aktuell veröffentlichten Zahlen zu den OP-Wartezeiten für Kinder zutiefst besorgt. Gerade im HNO-Bereich werde sichtbar, dass das oberösterreichische Gesundheitssystem seine Schutzfunktion für Kinder immer weniger erfüllt, so die SPÖ-OÖ-Geschäftsführerin. 

„Wenn Kinder bis zu einem Jahr auf notwendige Eingriffe warten müssen, dann läuft etwas grundlegend falsch“, so Trudenberger, „für Kleinkinder ist das besonders dramatisch, denn in dieser frühen Lebensphase können nicht behandelte Krankheiten zu Entwicklungsstörungen führen, die das Leben von Kindern langfristig negativ beeinflussen.“

Laut der von Gesundheitsreferentin Christine Haberlander veröffentlichten Daten warten Kinder je nach Krankenhaus bis zu über einem Jahr auf notwendige HNO-Eingriffe. Betroffen sind unter anderem auch Nasenpolypen-Operationen sowie Behandlungen bei Paukenerguss. Die Folgen können von eingeschränktem Hören und erschwertem Atmen bis hin zu massiven Belastungen im Alltag reichen. „Das sind keine Bagatellen, sondern reale Belastungen für Kinder und ihre Familien“, betont Trudenberger.

Lange Wartezeiten auch in Ried

„Im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried wartet ein Kind mittlerweile 18 Wochen auf eine Nasenpolypen-OP, das ist unzumutbar. Wer Kinder so lange warten lässt, nimmt wissentlich gesundheitliche Nachteile in Kauf. Wir brauchen mehr Personal und kürzere Wartezeiten, damit insbesondere unsere jüngsten Patientinnen und Patienten rechtzeitig versorgt werden“, so die Kritik von Sebastian Forstner, Bundesrat und stv. Bezirksvorsitzender der SPÖ Ried.

Trudenbergers Appell an Schwarz-Blau ist deutlich: „Alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, aber insbesondere die Kinder in Oberösterreich, verdienen eine gute Gesundheitsversorgung und eine rasche Behandlung im Krankheits- oder Verletzungsfall. Der Versicherungsstatus der Eltern oder der Wohnort darf hier keinen Unterschied machen.“

Schwarz-blau propagiere bei jeder Gelegenheit das Kinderland Nr. 1 und lasse gleichzeitig Kinder in Sachen Gesundheitsversorgung monatelang warten, so die Kritik der SPÖ-Geschäftsführerin. Anstelle von Marketingphrasen brauche es nun wirklich rasche Maßnahmen im Sinne der Gesundheit der oberösterreichischen Kinder.

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