Ried
VP/Grün gefährdet gewachsene Strukturen in OÖ
Frais: Akademie-Standort Ried und Lokalbahn ‚Haager Lies‘ für VP/Grün scheinbar unwichtig
In der Landtagssitzung, am 2. Oktober, offenbarte sich erneut die politische Unbekümmertheit von VP/Grün in Absagen an Ausbildung und öffentlichen Nahverkehr. Die Erhaltung bestehender Strukturen wie der Lokalbahn ‚Haager Lies‘ und dem Ausbildungsstandort für Gesundheitsberufe Ried sind Schwarzgrün keine dringlichen, vielmehr fragwürdige Anliegen. "Nach Auffassung der SP darf jungen Menschen eine qualitätsvolle Bildungs- und Beschäftigungschance, wie sie der Standort Ried stellt, nicht genommen werden. Ebenso wenig darf der Alltag vieler Pendler mit der Einstellung der ‚Lies‘ erschwert werden. Die Gefährdung wichtiger Strukturen in OÖ ist kein verantwortungsvolles politisches Konzept", betont SP-Klubchef Dr. Karl Frais die hohe Relevanz passgenauer regionaler Infrastruktur an Ausbildung und Öffentlichem Verkehr.
Die Haager Lies ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Regionalverkehr. Versuchen, den Personenverkehr auf der Haager Lies einzustellen, begegnete LH-Stv. Erich Haider mit einem klaren Bekenntnis zur Erhaltung des Schienenbetriebs. Ganz entgegen ihren bisherigen Aussagen verlangten erstaunlicherweise nun die Grünen die Überprüfung der Lokalbahn einschließlich eines Schienenersatzverkehrs mit Bussen. "Busse sind kein adäquater Ersatz. Untersuchungen zeigen, dass nach Stilllegung einer Bahn die Hälfte der Berufspendler wieder auf das Auto umsteigt – unter anderem wegen enormen Zeitverlusts. Für die Strecke Lambach-Haag benötigt die ‚Lies‘ 42 Minuten, ein Bus zwischen 56 und 64 Minuten", gibt Frais zu bedenken. "Die Bahn muss weiter modernisiert werden. Grün wäre gut beraten, Haider in seinem Engagement für den Ausbau der ‚Öffis‘ zu unterstützen statt seine Arbeit zu torpedieren", so Frais.
Weiters kritisiert Frais, dass die Ablehnung des SP-Dringlichkeitsantrages zur Erhaltung der Akademien für Gesundheitsberufe in Ried seitens VP/Grün die Gefahr einschließt, dass der Standort Ried bei der Umsetzung der neuen Fachhochschule für Gesundheitsberufe auf der Strecke bleibt und so der Weiterbestand gefährdet ist. Denn BFI und Vinzenzgruppe, bisher regionale Träger medizinischer Akademien, wurden nicht in den Trägerverein der Fachhochschule einbezogen. "Dies führte zu großem Unverständnis bei der Bevölkerung des Innviertels, weil der Ausschluss von BFI und Vinzenzgruppe als rein politischer Akt gesehen wird", erklärt Frais. Durch die Ablehnung der Dringlichkeit kann der SP-Antrag erst in 2 Wochen im zuständigen Ausschuss behandelt werden. "Ich appelliere an Pühringer, bis zur Beschlussfassung im Landtag keine irreversiblen Schritte zu setzen, die den Standort Ried von vorneherein aus dem neuen Trägerverein ausschließen", so Frais.